„MIT DEM KOPF UND DEM HERZEN STOLPERN“ - GUNTER DEMNIG

geschrieben am: 28. Juni 2022

Die Nationalsozialisten waren für zahlreiche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verantwortlich. Mithilfe der quadratischen, zehn mal zehn Zentimeter großen Steine mit einem beschrifteten Messingschild werden den Opfern der Nationalsozialisten ihre Namen zurückgegeben.
Im Rahmen des Schwerpunktkurses Gesellschaftswissenschaften, bestehend aus 22 Schülerinnen und Schülern sowie der Kursleiterin Fr. Seipold, haben wir uns mit dem Projekt "Stolpersteine" auseinandergesetzt.
Nach monatelanger Recherche zu Johanna Margarethe Stern, Meta Hirschberg sowie Annemarie Siegfried konnte am 19. Mai 2022 unsere herausfordernde Arbeit gewürdigt werden. Der Initiator des Projektes, Gunter Demnig, verlegte mithilfe des Bauhofs die einzelnen Stolpersteine Potsdams.
Begonnen hat die emotionale Gedenkfeier mit der Erinnerung an Hermann Maaß, welcher in der Zeit des Nazi-Regimes Widerstand leistete. Jener Stolperstein wurde an seinem zuletzt frei gewählten Wohnort, in der nach ihm benannten Hermann-Maaß-Straße, verlegt.
Am Beispiel der ersten Stolpersteinverlegung wurden fünfzehn weitere Steine in den Boden gelassen, unter anderem auch in der Karl-Marx-Straße 3, Am Neuen Garten 42 und in der Jägerallee 7. Hierbei wurden kurze Reden von Schüler*innen und den Angehörigen gehalten.
Die Gedenkfeier endete mit den Präsentationen über die bewegenden Schicksalsschläge der sechzehn Opfer, die an diesem Tag gewürdigt worden sind.
Wer bewusst durch Potsdams Straßen spaziert, wird schnell auf die Stolpersteine aufmerksam. Durch dieses kleine Denkmal bleibt die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier lebten.

Nilay Sekmen, Lena Puhlmann